KAZIMIERZ DAWIDEK
wurde in Zakopane, Hohe Tatra, Polen, geboren und erhielt seine Ausbildung in Krakau (J.Kotyczka), München (H. Wangenheim), Freiburg (H. Holliger) und Berlin (L. Koch). In den Jahren 1982 bis 1991 war er Solo-Oboist des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und 1980-91 Mitglied mehrerer Kammermusikensembles. Seit 1992 ist er als freischaffender Solist, Kammermusiker und Oboenpädagoge tätig.
Konzerttätigkeit
Seine solistische Tätigkeit begann bereits während des Studiums in Krakau und wurde in München fortgesetzt. 1987 gründete Kazimierz Dawidek sein eigenes "Ensemble Zephyros" in der Besetzung mit Flöte, Oboe, Fagott, Cembalo und Klavier, mit dem sich eine vielseitige Konzerttätigkeit ergab. Seit 1985 unternahm er zahlreiche Konzertreisen durch ganz Deutschland, sowie nach Frankreich, Italien, Polen, Finnland und Luxemburg in denen er mit Klavier, Cembalo, Orgel, Harfe und auch mit dem Kammerorchester "Archi da camera" Warschau, und "Leopoldinum" Breslau, auftrat.
Neue Musik
Nachdem Kazimierz Dawidek die Möglichkeiten des klassischen Repertoires ausgeschöpft
hatte, fing er an, sich mit der Neuen Musik intensiv zu beschäftigen. Es folgten Engagements zu Konzerten und Festivals mit Neuer Musik in Krakau, Warschau, Breslau, Kattowitz (Polen), Lemberg (Ukraine), Frankfurt und Berlin. Mehrere Komponisten verfassten Werke für Kazimierz Dawidek und sein "Ensemble
Zephyros". Als Solist trat er mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden (Dir. Ulf Schirmer), „Münchener Kammerorchester“ (Dir. Christopher
Poppen), Nederland Radio Kamerorkest (Dir. Peter Eötvös) sowie mehrmals mit der Schlesischen Philharmonie Kattowitz auf. Aufnahmen, Interviews und CD-Besprechungen fanden beim Südfunk Stuttgart, Sender Freies Berlin, Deutschlandfunk Köln, Deutsche Welle Berlin, Radio France Paris, Polnischer Rundfunk Krakau, Kattowitz und Warschau, sowie beim russischen Sender „Svoboda“ statt. Im November 2000 folgte eine Serie von Konzerten mit
avantgardistischem Programm nach St. Petersburg (Russland),
Kiew, Lvov (Ukraine) und Minsk (Weißrussland), die vom Fachpublikum mit Begeisterung aufgenommen wurde.
Pädagogische Tätigkeit
Mit großem Engagement widmet Kazimierz Dawidek sich auch der pädagogischen Tätigkeit. 1982-96 war er Dozent am Wiesbadener Konservatorium, später Musikakademie. 1997 gründete er eine eigene Europäische Oboen-Schule (EOS) zur Verwirklichung seiner innovatorischen Ideen und Projekte, zur Förderung besonders talentierter Schüler, sowie als internationales Austauschforum für Studenten und Oboenpädagogen. Im diesem Rahmen kooperiert er mit mehreren Musikinstituten in Rheinland-Pfalz, Berlin und in Polen. In mehrjähriger Arbeit entwickelte er, als Synthese
verschiedener nationaler Schulen, ein eigenes pädagogisches Konzept, das fortschrittliche Lehrmethoden beinhaltet. Kazimierz Dawidek hielt Meisterkurse an den Hochschulen für Musik, Musikakademien und Konservatorien u.a. in Moskau
(P. Tschaikowsky - Konservatorium), St. Petersburg, Kiew und Minsk, sowie regelmäßig während
der Schostakowitsch Musiktage in Berlin. In London spielte er 170 Stücke ein, die als Musterinterpretationen für das englische Prüfungssystem "The Associated Board of the Royal Schools of Music" veröffentlicht wurden.